Fernsehen, Computer, Internet

FERNSEHEN

WIRKUNG

Richtig dosiert, kann Fernsehen bilden und zahlreiche Anregungen bieten. Übermässiges Fernsehen hingegen kann dazu führen, dass andere wichtige Lebensbereiche und Anforderungen (z.B. Freunde, Schule, Kreativität, Spass, Auseinandersetzung mit Gefühlen und Konflikten etc.) verdrängt, vernachlässigt und manchmal sogar ersetzt werden.

RISIKEN

Durch exzessiven Fernsehkonsum kann es zu Verzögerungen in grundlegenden Bereichen der kindlichen Entwicklung (z.B. Bewegung, begriffliches Denken, Kreativität, Abstraktionsfähigkeit) kommen. Fernsehen kann so wie andere Alltagstätigkeiten auch zur Sucht werden.

DAS KÖNNEN SIE FÜR IHR KIND TUN:

Exzessiver Fernsehkonsum über einen längeren Zeitraum ist oft Ersatz für Zuwendung, Abenteuer, Freunde und vieles mehr. „Fernsehkinder” sind oft einsame Kinder.

TIPPS FÜR SINNVOLLES FERNSEHEN

  • Sorgfältig planen! - Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Gestaltung der Freizeit. Fernsehen soll nur ein Teil davon sein. Diskutieren Sie die Programmwünsche und wählen Sie gemeinsam aus. Wichtig ist, dass zum vereinbarten Zeitpunkt auch wirklich abgeschaltet wird.
  • Bei kleinen Kindern nur gemeinsam fernsehen! - Kleine Kinder brauchen während einer Sendung den Gesprächskontakt zu einem Erwachsenen. So kann man ihnen Unverständliches erklären und Ängste durch Gespräche schnell wieder abbauen.
  • Anschliessend besprechen! - Bei jeder Sendung bleiben Fragen offen. Das im Fernsehen Erlebte soll nochmals besprochen oder nachgespielt werden.
  • Anregungen suchen! - Fernsehen dient natürlich in erster Linie der Unterhaltung. Zusätzlich können Kinder bei einem guten, ihrem Alter entsprechenden Programm viel lernen und Anregungen für ihre Freizeit und Spiele finden.
  • Das Fernsehgerät soll kein Druckmittel sein! - Wer glaubt, mit Fernseherlaubnis oder Fernsehverboten Kinder erziehen oder Druck ausüben zu können, gibt dem Medium Bedeutung und Macht, die es nicht haben sollte. Fernsehen ist in vielen Familien Teil des Alltags, sollte jedoch niemals als Erziehungsmittel eingesetzt werden.
  • Eltern sind Vorbild! - Überdenken Sie Ihren eigenen Fernsehkonsum und achten Sie auf Ihre Vorbildfunktion.
COMPUTER/INTERNET

Der Computer als Arbeitsinstrument ist heute nicht mehr wegzudenken. Auch als Spielgefährte eignet er sich bestens, vor allem dann, wenn „alleine” gespielt wird. Der Computer bzw. das Internet ermöglicht uns eine schnelle Kommunikation rund um die Welt. Für unsere Kinder ist „chatten” und „surfen” mittlerweile zum Alltag geworden. In den USA – dem „Mutterland” des Internets – hat sich die Einstufung von Computer- bzw. Internet- Abhängigkeit als Verhaltenssucht bereits durchgesetzt und etabliert. Auch in Liechtenstein nehmen die Diskussionen rund um Computer- bzw. Internetsucht zu. Wie bei allen anderen Süchten geht man auch hier von einer exzessiven, also übermässigen Nutzung aus.

IHR KIND KÖNNTE IM UMGANG MIT COMPUTER BZW. INTERNET GEFÄHRDET SEIN, WENN...

  • ... es andere Spielmöglichkeiten völlig ausser Acht lässt.
  • ... es seine Freunde nicht mehr trifft und sich zurückzieht.
  • ... alles „rundherum” nicht mehr so wichtig ist.
  • ... es Schlafstörungen entwickelt.
  • ... Aggression, Depression, Lustlosigkeit oder Nervosität durch das „Nicht-Spielen” bzw. „Nicht-Surfen” auftreten.
  • ... der Alltag zunehmend über die „virtuelle Welt” erlebt wird.

DAS KÖNNEN SIE FÜR IHR KIND TUN:

  • Begrenzen Sie die Zeit für die Nutzung des Computers bzw. Internets!
  • Sprechen Sie Alternativen zum Computer an und fördern Sie diese (z.B. Spiele mit Freunden oder Geschwistern, aktive Betätigungen wie Sport, Musik hören oder machen, etc.).
  • Erkundigen Sie sich über mögliche Kindersicherungen, die „ungeeignete” Seiten im Netz sperren.
  • Besprechen Sie die Vor- und Nachteile der Computernutzung (z.B. Anstrengung für die Augen, Verspannung des Nackens und Rückens etc.).
  • Spiele im Internet gibt es oftmals auch als Gruppen- bzw. Brettspiele (z.B.„Die Siedler”). Spielen Sie doch einmal gemeinsam eines dieser Spiele in Ihrer Familie.